„Handwerk in der Region stärken“ – Kooperationsvereinbarung zwischen Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis und Agentur für Arbeit

Aug 20 2013
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Dirk H. Jedan (l.), Karin Käppel und Volker Riecke unterzeichneten im „Haus des Handwerks“ eine Kooperationsvereinbarung, die eine noch engere Zusammenarbeit vorsieht. „Wir arbeiten auf verschiedensten Ebenen bereits seit Jahren hervorragend zusammen“, so die Vorsitzende der Agentur für Arbeit Iserlohn, Karin Käppel, im Rahmen der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung mit der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis und dem Jobcenter MK im „Haus des Handwerks“.

Ziel der Partner ist ganz klar die Stärkung des Handwerks im Märkischen Kreis. Dirk H. Jedan, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis, erklärt: „Trotz der engen Zusammenarbeit bisher, fehlte in einigen Bereichen einfach das passende Mosaiksteinchen.“

So hätten immer wieder junge Leute bei der Kreishandwerkerschaft nach passenden Ausbildungsstellen gefragt. Diese werden nun direkt an die Jobbörse der Agentur verwiesen – ein laut Jedan, „ausgezeichnet funktionierendes Hilfsmittel bei der Lehrstellensuche“.

Die Notwendigkeit begründet Karin Käppel: „Fachkräftemangel ist ein großes Thema im Märkischen Kreis.“ Zweifellos eine Chance für das märkische Innungs-Handwerk, im Rahmen der Berufswahl noch präsenter bei den jungen Menschen zu werden.

Volker Riecke, Geschäftsführer des Jobcenters MK, spricht gar von einer „WIN-WIN-Situation für alle Beteiligten“.

Jedan ergänzte: „Bei uns im Handwerk zählt nicht, wo man herkommt, sondern wo man hin will.“ Den Innungsfachbetrieben komme dabei zugute, meist als kleine familiengeführte Unternehmen zu agieren und somit  eine hohe soziale Kompetenz aufweisen zu können.

Im Anschluss an die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung folgte die Vorstellung des „Karrierecenters MK“: (v.l.) Dirk H. Jedan, Karin Käppel, Markus Thorwesten, Maria Gertrud Pohlman und Volker Riecke.Erste Früchte anderer Art trägt die Kooperationsvereinbarung bereits in Form  des Arbeitsmarktprojektes „Karrierecenter MK“. Hier bieten das berufsbildungszentrum der kreishandwerkerschaft märkischer kreis e.v. und die Arbeitsagentur rund 15 Ein- und Umsteigern eine Orientierungshilfe bei der beruflichen Neuausrichtung. Sozialpädagogin Maria Gertrud Pohlmann sorgt dafür, dass jeder die gleichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Berufsorientierung erhält: „Das bbz ist mit seinen vielen verschiedenen Gewerken ein idealer Lernort für alle, an dem die Teilnehmer darüber hinaus durch pädagogisches Personal betreut werden.“

Einer der ersten Teilnehmer ist Markus Thorwesten, gelernter Raumausstatter. Er möchte die Chance zur Neuorientierung nutzen. Auch wenn die genaue Richtung noch nicht feststeht, weiß er doch schon, wo es hingehen könnte: „Orthopädie- oder Zahntechniker, das wäre was.“ In der zweimonatigen Maßnahme, die einen wöchentlichen Einstieg ermöglicht, kann er im Idealfall sogar in einem Praktikum erste Erfahrungen in seinem Traumberuf sammeln.

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